Bauherrenberatung

Klärung von Fragen insbesondere bei der Planung von Sportstätten, unter besonderer Berücksichtigung der nationalen und internationalen Sportregeln. Beratung bei der Auswahl der Sportbodensysteme sowie aller notwendigen Sportgeräte.

Hilfe bei der Erstellung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses für alle Leistungen beim Bau der Laufbahn und Nebenanlagen.

Beratung bei der Erstellung eines Bauzeitenplans für die Bauzeit der Leichtathletik Anlagen.

Beratung bei der Planung aller notwendigen Nebenräume und Räume für physiotherapeutische Behandlungen, sowie für die Ausstattung der Räume.

02.1.0 Für welchen Zweck, welche Nutzung soll die Sport- oder Freizeitanlage gebaut werden?

Das Design, sowie Umfang und Größe der Nebenanlage hängt stark von der hauptsächlichen Nutzung der Leichtathletikanlage ab. An eine Schulsportanlage für Kinder im Grundschulalter werden selbstverständlich andere Anforderungen gestellt, als für eine Wettkampfanlage für die Olympischen Spiele. Deshalb ist imVorfeld der Planung zunächst zu klären, welche speziellen Anforderungen erfüllt sein sollen. Mischformen im Design sind selbstverständlich möglich.

1) Freizeit Sportanlagen

Hierbei liegt die Betonung auf einem möglichst großem Spektrum der angebotenen Einzelanlagen. Kleinspielfelder im Wechsel mit Fitnessbereichen und Laufbahnen, Kinderspielplätzen und Abenteuerspielplätzen sowie Ruhe- und Sitzbereichen sind denkbar. Alle Altersgruppen vom Kleinkind bis zum Boule spielenden Rentner sollten und können berücksichtigt werden.

2) Schulsport

Bei der Planung von Schulsport-Anlagen sollte berücksichtig werden, dass viele Kinder zur gleichen Zeit  beschäftigt werden müssen. Die Größe und Anzahl der Nebenanlagen hängt auch vom Alter der Kinder ab, und muß dementsprechend gewählt werden. Ob eine 400m Rundlaufbahn mit 8 Einzellaufbahnen für lediglich von einer Grundschule genutzten Anlage Sinn macht, muß gut überlegt werden.

3) Verein- und Universität-Sportanlagen

Diese Anlagen bilden eine Mischform zwischen Trainings- und Wettkampfanlagen. Einerseits sollten möglichst viele Athleten zur gleichen Zeit trainieren können, andererseits sollte das Training möglichst unter Wettkampfbedingungen durchführbar sein. Die Trennung der Nebenanlagen von Wurfdisziplinen und Sprung- und Laufdisziplinen ist aufgrund der Sicherheit von Sportlern und Trainern auf jeden Fall ratsam.

4) Wettkampf Anlagen

Diese Anlagen unterliegen in technischer Hinsicht und Design den Anforderungen der nationalen Sportverbände, sowie den Vorgaben des IAAF und müssen entsprechend den Angaben der IAAF Konstruktion Kategorien 1 – 5 (siehe Planung) geplant und gebaut werden.

02.1.01 Vorgefertigt oder Insitu Systeme?

Auf dem Markt gibt es für den Außenbereich drei Sportbodensysteme.

1) Vorgefertigte Kunststoffbeläge, die auf einem geeigneten Unterbau aufgeklebt werden

2) Beläge die im Ortseinbau gemischt und zum Teil mit speziellen Maschinen auf geeignetem Unterbau aufgetragen werden.

3) eine Kombination aus vorgefertigter Basislage und im Ortseinbau aufgebrachter Oberlage.

02.2  Sandwich Belag Systeme

Die von mir empfohlenen IAAF zertifizierten Sandwich Belag-Systeme haben einen 2-lagigen Aufbau.

Die Herstellung des In-situ Belags besteht aus der Vorbereitung des Untergrundes und drei verschiedenen Arbeitsabschnitten:

Zunächst wird auf die gereinigte und vorbereitete Beton- oder Asphaltfläche ein geeigneter Primer aufgetragen, um eine stabile und dauerhafte Haftung des Kunststoffes auf dem Unterbau zu gewährleisten.

1) Im ersten Arbeitsabschnitt wird auf der Baustelle aus SBR Granulat und Bindemittel eine Masse gemischt und mithilfe von speziellen, für den Sportanlagenbau entwickelten Fertigern, in vorgeschriebener Stärke auf die vorbereitete Oberfläche aufgebracht.

         02.2 Sandwich

2) Nach Aushärtung der Basislage wird im zweiten Arbeitsabschnitt deren Oberfläche mit einer Versiegelung geschlossen, um ein Einsickern der oberen Lage während der Herstellung zu verhindern.

        beitrag_kontrolle

3) Im abschließenden dritten Arbeitsabschnitt wird PU-Kunststoff auf der Baustelle aus zwei Komponenten gemischt, auf die verschlossene Basisfläche aufgegossen und in vorgeschriebener Stärke mit einem Zahnspachtel verteilt.

In die noch flüssige Kunststoffmasse wird vorsichtig, reichlich UV-stabiles EPDM Granulat eingestreut. Nach Aushärtung der oberen Lage wird das überschüssige nicht eingebundene EPDM Granulat am besten mit geeigneten mechanischen Besen, abgefegt und entfernt.

04.1

Zur Fertigstellung der Laufbahn fehlt nun lediglich eine professionelle Linierung.